Mobbing in Österreich – Statistik, Formen & Einfluss

Mobbing ist in Österreich – wie in vielen anderen Ländern – ein gesellschaftlich relevantes Problem, das Menschen jeden Alters betrifft. Es findet nicht nur in der Schule statt, sondern auch am Arbeitsplatz, im digitalen Raum (Cybermobbing) und im sozialen Umfeld. Statistische Daten und Umfragen geben Hinweise darauf, wie weit verbreitet Mobbing ist und wer besonders betroffen ist.


1. Mobbing bei Jugendlichen & in Schulen

Schülererfahrungen

  • Laut OECD‑PISA‑Erhebungen fühlen sich etwa rund 20 % der Schüler*innen in Österreich wiederholt schikaniert oder gemobbt – ein Hinweis darauf, dass Mobbing in der Schulpraxis weiterhin ein Thema ist. (Heute)

Auch andere Studien zeigen, dass Mobbing und Konflikte im Schulalltag präsent sind und für Betroffene gravierende psychische und soziale Folgen haben können – oft verbunden mit langfristigem Stress oder psychischen Belastungen. (Heute)

Insgesamt positioniert sich Österreich im mittleren Bereich im internationalen Vergleich, was schulisches Mobbing angeht – also nicht extrem niedrig, aber auch nicht an der Spitze. (Kurier)


2. Mobbing unter Erwachsenen

Umfrageergebnisse

  • Eine große Umfrage unter deutschsprachigen Erwachsenen ergab, dass 36,1 % der österreichischen Bevölkerung im Alter von 18–65 Jahren bereits einmal Opfer von Mobbing waren. (Die Presse)
  • In absoluten Zahlen entspricht das etwa 2,1 Millionen Menschen in Österreich, die wenigstens einmal Mobbing‑Erfahrungen gemacht haben. (Kurier)

Cybermobbing – also digitale Schikane über soziale Medien, Chats oder Internet‑Plattformen – traf laut derselben Umfrage 13,5 % der Befragten. (Kurier)

Besonders betroffen sind jüngere Erwachsene (18–24 Jahre):

  • Etwa 50 % dieser Altersgruppe berichteten schon einmal, gemobbt worden zu sein.
  • 21 % erlebten explizit Cybermobbing. (Kurier)

Auch das Geschlecht spielt eine Rolle: Frauen lagen in der Umfrage statistisch häufiger über dem Durchschnitt in Bezug auf Betroffenheit. (Kurier)


3. Formen & Dauer von Mobbing

In Studien zu Mobbing und Cybermobbing in Österreich zeigt sich:

  • Mehr als jeder fünfte Schüler oder Jugendliche kann von Cybermobbing betroffen sein – deutlich mehr als in anderen Ländern wie Deutschland oder der Schweiz. (Bündnis gegen Cybermobbing)
  • Zudem dauern in einem signifikanten Teil der Mobbingfälle die Attacken länger als ein Jahr an, was für langfristige Belastungen der Betroffenen spricht. (Bündnis gegen Cybermobbing)

4. Ursachen & Risikofaktoren

Mobbing entsteht nicht zufällig, sondern meist durch ein Zusammenspiel verschiedener Faktoren:

  • Gruppendynamik und soziale Machtstrukturen (z. B. in Klassen oder am Arbeitsplatz)
  • Digitale Kommunikation erleichtert Aggressionen über Social Media oder Messenger
  • Unsicherheiten oder psychische Belastungen bei Täter*innen und Opfern
  • Unzureichende Präventions‑ und Interventionsmaßnahmen, etwa an Schulen oder in Unternehmen

Psychosoziale Belastungen durch Mobbing sind nicht nur gesellschaftlich relevant, sondern können sich sogar auf die Gesundheit auswirken: Studien zeigen höhere Anteile psychischer Beschwerden bei Mobbing‑Betroffenen. (Bündnis gegen Cybermobbing)


5. Bedeutung für Gesellschaft & Politik

Die statistischen Hinweise auf Mobbing in Österreich verdeutlichen:

  • Mobbing ist keine „harmlosere Streitform“, sondern ein weit verbreitetes Gewalt‑ und Schikanephänomen in verschiedenen Lebensbereichen.
  • Sowohl Kinder und Jugendliche als auch Erwachsene sind betroffen – im Schulalltag, im Berufsleben oder im digitalen Umfeld.
  • Cybermobbing gewinnt an Bedeutung und betrifft vor allem jüngere Altersgruppen.

Viele Betroffene erleben langfristige Belastungen, die zu psychischen Problemen oder sozialer Isolation führen können.


Fazit

Die Mobbing‑Statistik in Österreich zeigt ein breites Spektrum an Betroffenheit:

  • Etwa 1 von 3 Erwachsenen hat schon einmal Mobbing erlebt (ca. 36 %). (Die Presse)
  • Mehr als 1 von 10 Erwachsenen war Opfer von Cybermobbing. (Kurier)
  • Etwa 1 von 5 Schüler*innen fühlt sich wiederholt in der Schule gemobbt. (Heute)
  • Mobbingattacken dauern häufig längere Zeit an und betreffen viele Lebensbereiche. (Bündnis gegen Cybermobbing)

Mobbing bleibt also auch in Österreich ein relevantes gesellschaftliches Thema, das Prävention, Sensibilisierung und gezielte Maßnahmen erfordert – sowohl im schulischen Umfeld als auch am Arbeitsplatz und im digitalen Raum.


Wenn du möchtest, kann ich den Beitrag mit konkreten Präventionsmaßnahmen, regionalen Unterschieden oder mit Fokus auf digitale Gewaltformen erweitern.

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