Ein Referat steht an. Die Hände werden feucht, der Magen zieht sich zusammen, der Kopf wird leer. Für viele Schüler*innen ist das Halten eines Vortrags kein harmloser Pflichttermin – sondern purer Stress. Die Angst vor dem Sprechen vor der Klasse ist weit verbreitet, aber selten wird offen darüber gesprochen.
Woher kommt die Angst?
Angst vor Vorträgen hat oft nichts mit fehlendem Wissen zu tun. Viele Betroffene haben sich gut vorbereitet – und trotzdem ist da dieses Gefühl: Was, wenn ich mich verspreche? Was, wenn alle lachen? Was, wenn ich total versage?
Diese Gedanken entstehen meist aus dem Wunsch, perfekt sein zu wollen – und aus der Angst vor Bewertung und Ablehnung. Vor der ganzen Klasse zu stehen, kann sich anfühlen, als würde man unter einem riesigen Scheinwerferlicht stehen, beobachtet und beurteilt. Besonders schüchterne oder sensible Schüler*innen sind davon betroffen.
Typische Symptome sind:
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Herzklopfen
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Zittern oder Schwitzen
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Blackouts
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trockener Mund
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Fluchtgedanken („Ich will hier nur weg!“)
Was kann helfen?
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Übung macht sicherer: Wer öfter übt – z. B. vor Freunden, der Familie oder im Spiegel – gewinnt nach und nach Vertrauen. Es muss nicht perfekt sein!
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Atemtechniken: Tiefes Ein- und Ausatmen vor dem Vortrag hilft, den Körper zu beruhigen.
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Gedanken umdrehen: Statt „Alle finden mich peinlich“ lieber denken: „Ich habe mich vorbereitet. Ich gebe mein Bestes.“
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Mit der Lehrkraft sprechen: Offenheit hilft. Viele Lehrer*innen zeigen Verständnis und können z. B. kleinere Gruppen oder Sitzvorträge anbieten.
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Nicht vergleichen: Andere wirken vielleicht cool – aber auch sie sind oft nervös. Jeder hat sein eigenes Tempo.
Fazit:
Vor der Klasse zu sprechen ist nicht leicht – und das ist okay. Wichtig ist, dass Schüler*innen lernen, mit der Angst umzugehen, statt sich von ihr lähmen zu lassen. Denn mit jedem kleinen Schritt wächst das Selbstvertrauen. Und wer heute noch zitternd vorne steht, hält vielleicht morgen schon einen Vortrag mit stolzer Stimme.
Wenn du magst, kann ich das auch als persönliche Geschichte oder Interview-Stil umschreiben – ganz, wie du willst!