Maßnahmen auf Schulebene
| Fragebogenerhebung (z.B. SMOB-Fragebogen) Pädagogischer Tag „Gewalt und Gewaltprävention in unserer Schule“ unter Einbezug von Experten (Schulpsychologe usw.) Schulkonferenz „Verabschiedung des Schulprogramms Gewaltprävention“ Bessere Aufsicht während der Pause und des Essens Schulhofgestaltung Kontakttelefon Kooperation Lehrkräfte – Eltern Lehrer-Arbeitsgruppen zur Entwicklung des sozialen Milieus an der Schule Arbeitsgruppen der Elternbeiräte (Klassen- und Schulelternbeiräte) |
Maßnahmen auf Klassenebene
| Klassenregeln gegen Gewalt: Klarstellung, Lob und Strafen Regelmäßige Klassengespräche („Soziale Stunde“, z.B. ausgehend von Einträgen im „Klassentagebuch“ oder Mitteilungen im „Meckerkasten“) Rollenspiele, Literatur, Filme mit Fallbeispielen Kooperatives Lernen (Gruppenaufgaben, EP-Angebote) Gemeinsame positive Klassenaktivitäten Zusammenarbeit von Klassenelternbeirat und Lehrkräften (wichtig bei Täter-Opfer-Eltern-Konflikten) |
Maßnahmen auf der persönlichen Ebene
| Ernsthafte Gespräche mit den Gewalttätern und Mobbingopfern Ernsthafte Gespräche mit den Eltern beteiligter Schüler Lehrkräfte und Eltern gebrauchen ihre Fantasie Hilfe von „neutralen“ Schülern Hilfe und Unterstützung von Eltern (Elternmappe usw.) Diskussionsgruppen für Eltern von Tätern und Opfern Klassen- und Schulwechsel |
Gespräch mit den Eltern
| Ratsam: Zunächst Einzelgespräche mit den Täter-Eltern und Opfer-Eltern führen Im Gespräch den Mobbingfall aufarbeiten/ analysieren und Ziele zur Beseitigung des Mobbings entwickeln sowie vereinbaren Regelmäßige Überprüfung der Ziele durch regelmäßige Gespräche |
Tipps für Opfereltern
| Bei Verdacht auf Mobbing -> Kontakt mit der Lehrerin aufnehmen -> Ziel: Zusammenarbeit Selbstvertrauen des Kindes aufbauen (z.B. durch die Förderung spezifischer Begabungen, Ausgleichsfelder in anderen sozialen Gruppen) Bei „Körperangst“ -> Körpertraining und Selbstbehauptungstraining Beraten bei der Kontaktaufnahme mit anderen Kindern in der Schule Eine „übermäßig beschützende Haltung“ hemmt den Kontaktaufbau mit Gleichaltrigen Unterstützung bei der Entwicklung alternativer Reaktionsmuster (mögliches, provozierendes Opferverhalten reflektieren) Mobbingprozess dokumentieren Ggf. Fachkräfte hinzuziehen (Arzt, Schulpsychologe, Mobbingberater, Therapeut) Wenn möglich: Täter- und Opfer-Eltern an einen Tisch bringen; ggf. Moderation durch eine Schulpyschologin, externen Berater |